4 Fragen an Robert Jasper

Robert Jasper kehrt ins LOWA PRO Team zurück. Und er hat viel spannendes zu berichten.

© Klaus Fengler/Robert Jasper, Baffin Island 2016

© Klaus Fengler/Robert Jasper, Baffin Island 2016

Wie bereitest Du Dich auf Deine Touren vor? Gibt es ein spezielles Ritual?

Mit intensiver Planung. Einerseits gehören gezieltes Training und Vorbereitungstouren in den Alpen dazu, andererseits auch mentale Vorbereitung mit meinem Projekt. Ich versuche alle Fehler und Risikofaktoren vorher zu erkennen und mich darauf einzustellen. Nur wenn meine innere Stimme mir das OK gibt, gehe ich los! Große Erfahrung und vorsichtiges Handeln sind aber bei extremen Expeditionen existenziell!

Was machst Du als erstes, wenn Du an einem Ziel angekommen bist?

Bei meinen Extremklettereien ist mir bewusst geworden, dass man eigentlich nie wirklich am Gipfel oder dem endgültigen Ziel angekommen ist – das Leben ist eine Reise. Die Gipfel sind für mich das i-Tüpfchen, die Krönung einer Expedition. Aber viel wichtiger ist es eine tolle Wand zu klettern. Der Weg oder die anspruchsvolle Route sind mein Ziel. Ich erlebe besonders bei einer Erstbegehung ein riesiges Abenteuer, ich klettere durch das Ungewisse und das ist spannend! Freude am Leben und Leidenschaft an dem was man tut, ich finde das ist das wichtigste! Wenn ich nach einer Expedition wieder zurück in der Zivilisation ankomme, bewahre ich meine Abenteuer in mir auf. Mein ganz persönlicher Schatz!

Wie überwindet man beim Training seinen inneren Schweinehund?

Mit Begeisterung und Leidenschaft! Wenn man ein Ziel vor Augen hat, dann fällt das Harte viel leichter!

Hast Du einen Tipp für Menschen, die mit dem Bergsport anfangen möchten?

Eine gute fundierte Grundausbildung bei einem staatlich geprüften Berg- und Skiführer würde ich sehr empfehlen!