Josef Pfnür

Josef Pfnür

Draußen in der Natur vergisst du den Alltag

Josef Pfnür

Schuhlos in Kirgisistan

Josef „Steno“ Pfnür bezeichnet sich selbst nicht unbedingt als reinen Sportkletterer, dafür sind die Interessen des 25-Jährigen aus Schönau am Königssee in Berchtesgaden zu vielseitig. Neben dem Fels ist er am liebsten im Schnee und am Eis unterwegs, zum Beispiel beim Eisklettern oder auf Skitour. Aber auch Reisen in ferne Länder faszinieren ihn, vor allem die vielen unterschiedlichen Kulturen. Insgesamt ist er einfach gerne draußen, denn da, so sagt er selbst, vergisst man den Alltag und kommt gedanklich aus der Arbeit raus. Die hat es nämlich in sich. Josef arbeitet als Metallbau-Meister in Oberjettenberg bei der WTD 52, der Wehrtechnischen Dienstelle für Schutz- und Sondertechnik der Bundeswehr. Nebenbei versucht er sich auch noch an der Ausbildung zum Deutschen Berg- und Skiführer.

Josef Pfnür

Das Ungewöhnliche daran? Keiner in seiner Familie ist im Bergsteigen ambitioniert, bis auf Josef. Wie sehr, zeigte sich unter anderem bei seiner Reise nach Madagaskar, wo er mit dem Team zwei Erstbegehungen realisieren konnte. Und bei der Abschlussexpedition des DAV Expedkaders nach Kirgisistan, die aus mehreren Gründen ein Erlebnis war. Zum einen durch die erfolgreiche Erstbegehung zweier 5.000er, zum anderen weil ein Teil der Expedition in Leihequipment passierte. Denn zwei Gepäckstücke seiner Ausrüstung gingen beim Flug verloren und wurden auch nicht mehr rechtzeitig nachgeliefert. So sprang der Expeditionsarzt gleich zu Beginn rettend ein, indem er seine Schuhe verlieh. „Wir haben noch versucht Ausrüstung nachzukaufen, aber in Kirgisistan trägt niemand Schuhgröße 46“, so Josef. Wo es als nächstes hingeht, steht noch nicht fest. Das entscheidet er abhängig vom Ziel und ob er es mit seinem Beruf vereinbaren kann. Denn so viel Spaß Josef an seinen Expeditionen auch hat, es wird trotzdem ein Hobby bleiben.