Walking in a winter wonderland …

Wandern im Winter? LOWA gibt hilfreiche Tipps und Tricks für die kalte Jahreszeit

Foto: ©Bernd Ritschel

Wandern im Winter?

Jawohl, richtig gelesen! Auch wenn mit dem voranschreitenden Jahr regnerische Herbststürme langsam das endgültige Ende der warmen Monate einläuten, ist das noch lange kein Grund seine Naturverbundenheit bis zum Frühjahr in die Ecke zu stellen. Die vierte Jahreszeit bietet viele Vorzüge: es wird wieder stiller und die Sonne brennt nicht mehr ganz so erbarmungslos auf unsere Köpfe. Wer sich im Winter zu sehr von der Sofasaison verlocken lässt, verpasst einiges. Der weiße Schleier verleiht der Natur einen ganz besonderen Zauber. Sie wirkt etwas besänftigt, ruhend unter einer weißen Decke und glitzernd in der klaren Wintersonne. Ein Bild, dass nicht nur durch das Wohnzimmerfenster zauberhaft wirkt.

Genusswandern statt Gewaltmarsch

Um aus der geplanten Wintertour keinen Gewaltmarsch entstehen zu lassen, müssen einige Hinweise befolgt und gewisse Abstriche hingenommen werden. Bei der Tourenplanung im Winter gibt es einige Besonderheiten: Durch die verschneiten Wege werden zum einen die Kilometer und Höhenmeter viel anstrengender als im Sommer. Zudem verwandeln Schnee und Eis manchen gewohnten Forstweg in eine unglückliche Rutschpartie. Der frühe Sonnenuntergang – oftmals ist es um 16 Uhr schon recht dunkel – lässt zudem den Zeitpuffer für eventuelle Falschabbieger und Umwege schmelzen. Die geplanten Touren-Kilometer sollten also zum einen den örtlichen Gegebenheiten und zum anderen der eigenen Kondition angepasst und deutlich reduziert werden. Hier lohnt es sich ehrlich mit sich selbst zu sein! Lieber kommt man bei der ersten Tour schneller als geplant an, dann kann man das nächste Mal mehr Weg einplanen. Ein guter Anhaltspunkt für alle Winter-Einsteiger ist etwa die Hälfte der im Sommer zurückgelegten Weg-Kilometer als Strecke zu veranschlagen.

Oberste Priorität: Sicherheit und warme Füße

Als primäre Kontaktstelle zum Untergrund kommt natürlich dem geeigneten Winter-Schuhwerk besondere Aufmerksamkeit zuteil. Der richtige Winter-Wanderschuh ist mindesten knöchelhoch, stabil und besitzt eine steife Sohlenkonstruktion mit klarer Profilierung. Ob es ein speziell gefütterter Winterschuh oder doch lieber ein dickeres Paar Socken in den gewohnten Stiefeln ist, bleibt dabei Euch überlassen.

Für alle eingefleischten RENEGADE-Träger haben wir da übrigens etwas ganz Besonderes: unseren Bestseller gibt es jetzt auch als neue Winter-Version! In Verbindung mit der Vibram®-Arctic-Grip-Außensohle ist der RENEGADE EVO ICE GTX® der ideale Begleiter für winterliche Schneeabenteuer aller Art.

Ran an die Sohle und rauf auf die Piste

Selbst die beste „Winter-Schuhsohle“ stößt irgendwann an ihre Grenzen. Vereiste Wege und zugeschneite Steige können selbst für die Vibram Arctic Grip® zu viel werden. Wer hier sein Abenteuer nicht vorzeitig beenden möchte, ist mit Grödel gut bedient. Diese flexiblen Antritt-Hilfen sind so etwas wie der kleine Bruder des Steigeisens und sorgt für den nötigen Halt bei winterlichen Abenteuern. Dabei ersetzen sie aber niemals das Steigeisen!

Eine weitere Möglichkeit der sicheren Fortbewegung bieten Schneeschuhe. Durch ihre breite Auflagefläche verhindern sie ein zu tiefes Einsinken im Schnee und ermöglichen dadurch das durchqueren selbst tiefer Schneefelder. Schneeschuhe gibt es in verschiedenen Ausführungen und Befestigungsarten, sie sind praktisch mit allen festen LOWA-Winterschuhen einsetzbar.

Bevor es losgeht: Wetterbericht beachten

Die Wetterlage in Gebirgen zeigt nur allzu oft ihre sprunghafte Natur. Der Faktor Wetter spielt im Winter eine besonders wichtige Rolle. In der kalten Jahreszeit kann sich der kurze Schauer schnell in einen Schneesturm verwandeln, zudem ist die Gefahr von Lawinenabgängen gegeben.

Es gilt also, die Wetterbedingungen bereits von Beginn der Planungsphase, in regelmäßigen Abständen und vor Tourenbeginn gut zu kontrollieren. Auch unterwegs sollte man stets einen Blick gen Himmel schweifen zu lassen.

Orientierung im Winter

Wie schön es doch ist, wenn die glitzernde Schneedecke über der Natur liegt. Alles ist weich, weiß – und sieht relativ gleich aus. Gerade im Winter kann die Orientierung auf Wanderung knifflig werden. Wegmarkierungen verschwinden oft schnell unter der Schneedecke – ebenso wie potenzielle Gefahren in Form von Abhängen, Löchern und losem Geröll. Es ist also besondere Achtsamkeit geboten. Um die Winterwanderung in vollen Zügen genießen zu können, ist es unabdingbar aktuelles Kartenmaterial sowie ein GPS-Gerät bei sich zu haben. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, denkt an Ersatz-Akkus (Handy) und Ersatzbatterien. Die klirrende Kälte saugt den Geräten geradezu die Energie ab. Nicht zu unterschätzen sind zudem die kürzeren Tage. Weniger Tageslicht bedeutet im Zweifelsfall weniger Zeit, eine falsche Abzweigung im Weg zu korrigieren. Das Mitführen einer guten Stirnlampe ist also Pflicht!

Pausen und Verpflegung

Das lange Laufen durch schneebedeckte Wege lässt einen durchaus ins Schwitzen kommen. Da ist es oftmals verlockend, eine längere Pause zur Erholung einzulegen. Doch Achtung: Wer hier nicht mit Heißgetränken und zusätzlichen Kleidungsschichten arbeitet, kann sich sehr schnell unterkühlen! Die Schnupfennase ist fast vorprogrammiert. Empfehlenswert sind daher lieber mehrere kurze Pausen, in denen der Körper nicht komplett auskühlen kann.