Bereit für euer nächstes Abenteuer auf einer Hütte?

Hüttentouren haben ihren ganz besonderen Reiz: Man übernachtet mitten in den Bergen, kann die Natur in vollen Zügen genießen und ist sehr ursprünglich unterwegs. Doch es gibt einiges zu beachten.

Bevor das Hüttenabenteuer allerdings losgehen kann, müssen ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Darunter zählt auch das für viele leidige Thema der Schuhpflege. Dabei ist die Grundpflege für den Erhalt qualitativ hochwertiger Schuhe ungemein wichtig. Und seien wir mal ehrlich, so schlimm ist es auch nicht. Eine Anleitung von unserem Service-Leiter Arthur Kudelka zur einfachen, aber effektiven Pflege gibt es hier.

Vielleicht steht bei Euch ja auch in diesem Jahr eine Hüttentour auf dem Plan? Sollten die geliebten Wanderschuhe den Weg nicht mehr auf sich nehmen können, dann ist vielleicht der Trekkingstiefel PINTO GTX® MID bzw. PINTO GTX® MID Ws etwas für Euch. Das Modell gibt es auch in beiden Varianten mit Lederfutter.

Wenn Eure bewährten Schuhe frisch gepflegt sind oder Ihr Euch in ein neues Paar verliebt habt, dann geht es endlich an die Planung für die Hüttentour. Da es beim Übernachten auf Berghütten das ein oder andere Fettnäpfchen gibt, in das viele Hüttenneulingen gerne mal mit Anlauf hineinspringen, haben wir von LOWA hier ein paar grundlegende und wichtige Tipps zum Verhalten auf Berghütten zusammengetragen.

Tipps für einen tollen Hüttenurlaub

Tipp 1

Sorgfältig Packen

So wie ihr jede Wandertour plant, will auch das Gepäck des Rucksacks geplant werden. Auch bei Mehrtagestouren mit Übernachtung auf einer oder mehreren Hütten, kommt man um diesen Umstand nicht herum. Hierbei gibt es eine gewisse Grundausstattung, die man immer dabeihaben sollte. Dazu zählen unter anderem:

  • Hüttenschlafsack: Dieser ist beim Übernachten auf Hütten Pflicht. Im Gegensatz zum normalen Schlafsack ist er zwar deutlich dünner und leichter. Sein Zweck dient aber auch der Hygiene und nicht der des Wärmens. Wohlige Wärme erreicht man durch die verschiedenen Lagen: Rein in den Hüttenschlafsack, mit den Decken aus dem Bettenlager der Hütte zudecken, fertig!
  • Dicke Socken/Hausschuhe: Die nassen, dreckigen oder einfach schlecht riechenden Wanderschuhe haben in der Hütte nicht unbedingt etwas zu suchen. Also ausziehen, zum Trocken oder Auslüften in den jeweiligen Bereich der Hütte stellen und in die mitgebrachten dicken Socken oder Hausschuhe schlüpfen.
  • Bargeld: Berghütten sind keine Hotels und akzeptieren in der Regel nur Bargeld. Je nach Länge der Tour, unbedingt genügend Bares dabeihaben.
  • Mülltüte: Euer Müll bleibt euer Müll – egal wo ihr seid. Also Mülltüte mitnehmen und den eigenen Müll schön brav wieder ins Tal runtertragen.
  • Ohrstöpsel und Stirnlampe: Im Bettenlager von Berghütten kommen die verschiedensten Leute zusammen: Schnarcher, Frühaufsteher und solche, die nachts öfter mal rausmüssen. Um vom Typ eins nicht geweckt zu werden, empfehlen sich Ohrstöpsel. Für die beiden anderen die Stirnlampe: In der Nacht über Rucksäcke oder Schlafende zu stolpern, kommt nicht so gut an.

Tipp 2

Eintrag ins Hüttenbuch

Sobald ihr auf einer Hütte übernachten wollt, müsst ihr euch ins jeweilige Hüttenbuch eintragen. Hier empfehlen sich unter anderem auch das Angeben eures Ziels sowie eine Handynummer. Das hat neben sentimentalen Gründen auch etwas ganz Praktisches: Falls euch etwas passieren sollte, können die Rettungskräfte euch so viel leichter finden.

Tipp 3

Schlafplatz reservieren und auch kommen

Handy und E-Mail haben vieles einfacher gemacht – auch die Erreichbarkeit der Hütten. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass Berghütten keine Hotels sind und Hüttenschlafplätze begrenzt sind. Hinzu kommt die Tatsache, dass ein Viertel der Plätze nicht reserviert werden. Das geht auf einen Kompromiss zwischen den Hütten und dem Deutschen Alpenverein zurück. Früher galt die Regel, dass DAV-Mitglieder immer Vorrecht auf einen Schlafplatz haben – schließlich tragen sie mit ihren Beiträgen zum Erhalt der Hütten bei. Da diese Regel aber für die Wirte nicht mehr ohne weiteres umzusetzen ist, wurde diese Alternative ausgelobt. Einige Hütten halten aber auch nur pflichtmäßigen Anteil von 10 Prozent der Kapazitäten frei. Plant ihr also bei einer Tour die Übernachtung auf einer oder mehreren Hütten, dann seid bitte so fair und erscheint auch oder informiert die Wirtin oder den Wirt rechtzeitig über die Stornierung. Vielleicht muss jemand anderem so nicht abgesagt werden.

Tipp 4

Nachtruhe einhalten

Grundsätzlich gilt auf den Berghütten die gleiche Regel für die Nachtruhe, wie in der Stadt auch. Von 22 Uhr bis 6 Uhr ist Nachtruhe und an die sollte sich auch gehalten werden. Je nach Kategorie der Hütte – diese richtet sich nach der Höhe, auf der die Hütte liegt – wird diese Regel sehr streng oder weniger streng gesehen. Wer vor 6 Uhr für einen Anstieg los muss, der sollte vorab den Wirt darüber informieren. Und was eigentlich selbstverständlich ist: Verhaltet euch bei Abreise so, dass ihr nicht gleich die ganze Hütte weckt.

Weitere Tipps

Was es sonst noch zu beachten gibt

Grundsätzlich gilt auf allen Hütten absolutes Rauchverbot. Wenn ihr keinen Ärger haben wollt, solltet ihr euch daran auch zwingend halten. Der Hintergrund für diese sehr strenge Regel liegt eigentlich auf der Hand: Brennt die Hütte, würde keine Feuerwehr so schnell vor Ort sein. Jede Hütte ist dazu verpflichtet mindestens eine warme Mahlzeit zwischen 12 Uhr mittags und 8 Uhr abends anzubieten. Selbstgebrachte Speisen dürfen in den meisten Fällen in den dafür vorgesehenen Bereichen gegessen werden, aber fragt hier zuvor die Wirtin oder den Wirt. Ausgenommen hiervon ist mitgebrachter Alkohol: Der darf, egal wo, nicht getrunken werden. Immer beliebter wird das Wandern mit seinem vierbeinigen Freund. Doch ob Hunde auf der Hütte erlaubt sind, entscheidet die Hütte. In den Schlafraum dürfen Hunde in jedem Fall nicht.