Umwelt- und Naturschutz

Nachhaltiges Handeln ist seit einigen Jahren in aller Munde. Aber was genau heißt das eigentlich? Es bedeutet, dass ein verantwortungsvolles Unternehmen besonderen Wert auf das „Wie“ legt. Als Bergsportmarke lebt LOWA mit und von der Natur. Deshalb geht das Unternehmen sorgsam mit seinen Ressourcen um.

Jede Firma verursacht auf die eine oder andere Weise Umweltauswirkungen. Damit LOWA genau weiß, welche dies sind, wurden diese systematisch erfasst und untersucht. Das gilt sowohl für die direkten Auswirkungen, die aus dem Geschäftsbetrieb heraus auftreten, als auch für die indirekten Faktoren, die außerhalb des Standorts entstehen. Zu den direkten Umweltauswirkungen von LOWA zählen unter anderem der Energie- und Wasserverbrauch, das Abfallaufkommen oder die Luftschadstoffemissionen. Indirekte Umweltauswirkungen umfassen unter anderem den Materialeinsatz, die Verarbeitung oder auch die Produktnutzung in der Natur.

PARKEN, AUFLADEN, WEITERFAHREN: HAUSEIGENE ELEKTROTANKSTELLEN

Viele, die sich überlegen ein Elektroauto anzuschaffen, verwerfen die Idee schnell wieder aufgrund der nicht flächendeckend verfügbaren Tankstellen. Gerade auf dem Land ist dies besonders gravierend. Um hier einen kleinen Beitrag zu leisten, hat LOWA an unseren Standorten Jetzendorf und Priel je eine Elektrotankstelle eingerichtet, die von Mitarbeitern und Besuchern genutzt werden kann.

25 PROZENT DES STROMBEDARFS IN JETZENDORF DURCH PHOTOVOLTAIK-ANLAGE ABGEDECKT

Energiebedarf und Energieeinsparung ist in der heutigen Gesellschaft ein wichtiges Thema. Aus diesem Grund hat LOWA einen umfangreichen Plan ausgearbeitet, wie das Unternehmen an die benötigte Energie kommt und was es dafür tun kann, um Energie zu sparen. Bereits seit einigen Jahren ist der Großteil der LOWA-Firmenparkplätze mit einer Photovoltaik-Anlage überdacht, die bis zum Herbst des vergangenen Jahres 16 Prozent des jährlichen Strombedarfs abgedeckt hat. Im Oktober 2018 konnte dieser Wert auf 25 Prozent gesteigert werden. Neben dem Großteil der Firmenparkplätze sind nämlich seither auch die Dachflächen der Hallen eins und zwei – das sind unter anderem Hallen für das Lager und die Produktion – mit weiteren Anlagen überdacht. Der restliche Strombedarf wird über 100 prozentigen Ökostrom aus Wasserkraft abgedeckt.

Den Energiebedarf in der Produktion zu senken, ist fast nicht möglich. Doch die produzierte Energie bestmöglich zu nutzen, ist ein wichtiges Anliegen des Outdoor-Unternehmens. Aus diesem Grund wurden die Dächer umfangreich gedämmt, um die benötigte Heizenergie zu reduzieren. Im gleichen Zug wurden auch größere Fensterflächen mit UV-Schutzfolien beklebt, damit sich die Hallen im Sommer nicht so stark aufheizen. Auch dadurch wird die benötigte Energie der Kühlungen reduziert, die extra für die Arbeiter in der Produktion installiert wurde. Des Weiteren wird die Beleuchtung schrittweise auf energiesparende LED-Technik umgestellt.

RECYCLINGPAPIER FÜR INTERNEN PAPIERGEBRAUCH

Jeder, der täglich im Büro arbeitet weiß, dass es nicht immer einen Ausdruck benötigt, um gut arbeiten zu können. Auch LOWA versucht seinen Papierkonsum so weit wie möglich zu reduzieren. Natürlich lässt es sich noch nicht ganz papierfrei arbeiten. Aus diesem Grund nutzt das Unternehmen für die notwendigen Ausdrucke Recyclingpapier, welches mit dem Blauen Engel zertifiziert ist und aus 100-prozentigem Altpapier gewonnen wird.

FÜR DEN ERHALT DER BERGWÄLDER: LOWA PFLANZT JÄHRLICH RUND 500 BÄUME

Die Umwelt zu schützen und die Ressourcen zu schonen ist eine Sache. Eine andere ist die aktive Mithilfe in Naturschutzprojekten. Seit 2001 engagieren sich LOWA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in dem Aufforstungsprojekt der Bayerischen Staatsforsten. Im vergangenen Jahr haben sich insgesamt 17 LOWA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter gemeldet, um beim Pflanzen zu helfen. So viele wie noch nie. An einem Wochenende im September wurden in bayerischen Bergwäldern und Berghängen über 500 neue Jungbäume gepflanzt. So werden unter anderem Murenabgänge oder Beschädigungen durch Erdrutsche verhindert. Die Aufforstung dient aber auch der Erhaltung eines gesunden Mischwaldes, eines unserer wertvollsten Ökosysteme. Die Kosten für die Baumsetzlinge, die Anfahrt, die Unterkunft und die Verpflegung trägt LOWA.

Dieses Aufforstungsprojekt fließt in das „2-Million-Tree-Project“ der European Outdoor Conservation Association ein – einer gemeinnützigen Organisation aus Unternehmen der europäischen Outdoorindustrie, die mit den Mitgliederbeiträgen zu 100 Prozent weltweite Naturschutzprojekte fördern. Dadurch soll verdeutlicht werden, dass sich die Outdoorindustrie ihrer Verantwortung für den Erhalt der Natur bewusst ist.

LOWINGO

LOWA unterstützt mit dem Verkauf des plüschigen Wanderfalkens LOWINGO die Artenschutzprojekte des WWF, dem „World Wide Fund for Nature“. Naturschutz, die Bewahrung der Lebensräume und die Erhaltung wildlebender Tier- und Pflanzenarten sind die Kernthemen der Naturschutzorganisation, die zu einer der größten der Welt zählt. Der WWF engagiert sich seit über 50 Jahren und mittlerweile in mehr als 100 Ländern. Insgesamt führt die Naturschutzorganisation derzeit 1300 Projekte für die Bewahrung der biologischen Vielfalt durch. Ziel des WWF ist es, die weltweite Zerstörung der Natur und Umwelt zu stoppen und eine Zukunft zu gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben können.

LO&WA-Abenteuerhandbuch

Um Eltern und Kindern Spaß und Freude an der Natur zu vermitteln, gibt es „Das Abenteuerhandbuch“ mit den Kindermaskottchen LO & WA. Das zweimal jährlich erscheinende Heft ist in der Deutschen Nationalbibliothek gelistet und erfreut sich bei der jungen Leserschaft großer Beliebtheit. In jedem Heft gibt es für Kinder und Erwachsene eine tolle Geschichte, vieles zu lesen und zu lernen sowie Tipps und Tricks etwas eigenes nachzubasteln oder nachzukochen. Auf spielerische Weise kommen die Kinder mit den verschiedenen Tieren, Pflanzen und der Umwelt in Kontakt. Bei den Abenteuern der Geschwister LO & WA ist auch immer der Wanderfalke LOWINGO dabei. Kennengelernt haben sich die drei Freunde in der ersten Ausgabe des Abenteuerhandbuchs. LOWINGO hatte sich in einer Plastiktüte verheddert und konnte sich alleine nicht befreien. LO & WA retteten den in Not geratenen Greifvogel und bekamen als Dank eine Flöte. Mit Hilfe dieser Flöte können sich die Geschwister auf die Größe einer Maus schrumpfen lassen. In dieser Größe fliegen sie dann auf LOWINGOs Rücken zu ihren Abenteuern und haben schon viele verschiedene Länder der Welt besucht. Im Frühjahr 2019 erscheint die siebte Ausgabe des Abenteuerhandbuchs.

Ziele und Maßnahmen zur Energieeffizienz, Erhöhung des Anteils regenerativer Energie, Optimierung der Abfallentsorgung, Förderung biologischer Vielfalt auf dem Firmengelände und Verstärkung des Naturschutzengagements:

Laufende Maßnahmen

  • Abfalltrennung und -entsorgung optimieren (seit Q4/2016) ✓
  • jährliche Abfallbilanz gemäß KrWG erstellen (seit Q4/2016) ✓

Kurzfristige Ziele

  • Wärmedämmung der Dachfläche von Halle 1 und 2 am Standort Jetzendorf (Q3/2017) ✓
  • größere Fensterflächen mit UV-Schutzfolie nachrüsten (Q3/2017) ✓
  • Elektrotankstellen an den Standorten Jetzendorf und Priel einrichten (Q3/2017) ✓
  • Beleuchtung auf LED-Technik in den Büros in Jetzendorf umstellen (Q2/2018)
  • Bezug von 100-prozentigem Ökostrom aus Wasserkraft an den Standorten Jetzendorf und Priel (Q1/2018) ✓

Mittelfristige Ziele

  • Beleuchtung auf LED-Technik in der Produktion in Jetzendorf umstellen (Q4/2018) ✓
  • Beleuchtung auf LED-Technik im Lager Jetzendorf umstellen (Q4/2018) ✓
  • Photovoltaik-Anlage auf der Dachfläche von Halle 1 und 2 errichten (Q4/2018) ✓

Langfristige Ziele

  • alle Wärmepumpen erneuern (Q4/2019) ✓
  • Regionales Naturschutzprojekt prüfen (Q4/2020)
  • Internationales Naturschutzprojekt prüfen (Q4/2020)
  • Umweltkennzahlen (Umweltkernindikatoren) ermitteln und veröffentlichen (Q4/2020)